Mehr Sicherheit dank intelligenter Kleidung

21.05.2019

Eine Jacke mit IQ? Ja, die Digitalisierung macht auch vor Kleidung nicht halt – und das aus gutem Grund. Intelligente Kleidungsstücke, sogenannte Smart Wearables, sorgen für mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Continental präsentierte jüngst eine wärmende und aktiv leuchtende Sicherheitsjacke mit integrierten LED-Lichtern. Die innovative Jacke wird über eine im Fahrzeugsitz integrierte Spule induktiv geladen. Die Interaktion mit der Fahrzeugelektronik ist zudem erweiterbar: So könnten künftig Sensoren aus der Kleidung Daten wie Feuchtigkeit und Temperatur ermitteln und so die Klimaautomatik über die Fahrzeugelektronik steuern. Für Kurierfahrer, Mitarbeiter von Rettungs- und Versorgungsdiensten oder Lkw-Fahrer sind Smart Wearables ein entscheidender Sicherheitsfaktor, weil sie in Gefahrensituationen und bei schlechten Witterungsverhältnissen besser für andere Verkehrsteilnehmer zu erkennen sind.



Neue 5G-Hybrid-V2X-Plattform für schnellen Datenaustausch


Autos, die miteinander sprechen, lernfähige Fahrerassistenzsysteme, kommunizierende Verkehrsschilder – innovative Technologien für mehr Sicherheit bedeuten vor allem auch eins: mehr Daten. Damit die künftig problemlos und in Echtzeit übermittelt werden können, braucht es leistungsfähige Funknetze. Continental entwickelt derzeit eine sogenannte 5G-Hybrid-V2X-Plattform zur sicheren und schnellstmöglichen Datenübertragung. Damit ist sowohl die Kommunikation über das Mobilfunknetz als auch ein direkter Datenaustausch möglich – etwa für Echtzeit-Verkehrsmeldungen, Informationen zu Gefahrenstellen und zukünftige Fahrerassistenzfunktionen. Dabei integriert Continental nicht nur Technologien für den 4G- und 5G-Netzzugang, sondern auch zwei weitere Übertragungsformen: Dedicated Short Range Communication (DSRC) für kurze Kommunikationswege sowie die Cellular-V2X-Technologie für die direkte Vehicle-to-Everything-Kommunikation, kurz V2X. Die neue hybride Lösung bringt beide Kommunikationsstandards auf eine Hardware- und Softwareplattform. Das senkt nicht nur die Kosten, sondern verringert auch die Komplexität bei der weltweiten Anwendung solcher Systeme.



Wenn die Straßenlampe mit Dir spricht…


Wie lebt es sich in der Stadt der Zukunft? Vor allem ist eins sicher: Immer mehr Menschen werden künftig in urbanen Räumen leben – und sich auf engem Raum mit unterschiedlichsten Fahrzeugen bewegen. Innovative Technologien sind also gefragt, um Kollisionen und Unfälle zu vermeiden. Continental präsentierte unlängst Schlüsseltechnologien für die Stadt der Zukunft auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas, USA. Unter anderem konnten die Besucher per Augmented Reality virtuell die Funktionalität einer intelligenten Kreuzung erleben, die ganz real im kalifornischen Walnut Creek getestet wird. Hier „sprechen" Straßenkreuzung und Fahrzeug miteinander. Das System kann zum Beispiel einen sich nähernden Fahrer warnen, wenn Fußgänger die Kreuzung außerhalb seines Sichtfeldes überqueren. Außerdem stellte Continental ein neues „Intelligentes Straßenlampen"-Konzept vor: Dank Konnektivität und Sensorik bietet das System die Möglichkeit, die Straßenbeleuchtung per Fernzugriff zu steuern und dem Verkehrsaufkommen anzupassen. Zudem kann die Straßenlampe Informationen zur Luftqualität, zum Verkehrsaufkommen, Gefahrenstellen oder zur Parkplatzbelegung übermitteln.









Türsystem von Continental mit Innovation Award ausgezeichnet


Das Bildungsniveau in modernen Autos steigt stetig – auch Türen wollen jetzt mitreden. Dazu hat Continental ein intelligentes Türsystem entwickelt, das zum Beispiel ein unbedachtes Öffnen einer Seitentür, wenn sich vorbeifahrende Autos nähern, verhindert. Für diese neue Technologie wurde das Unternehmen nun in der Kategorie „Vehicle Intelligence and Self-Driving Technologies“ von der amerikanischen Consumer Electronics Association mit dem CES 2019 Innovation Award ausgezeichnet. Technologien wie die smarte autonome Tür oder das ebenfalls neu entwickelte Türbremssystem unterstützen komfortable Öffnungs- und Schließvorgänge, während sie zugleich ein unkontrolliertes Zuschlagen von Fahrzeugtüren verhindern. Darüber hinaus sorgen sie mit ihren Funktionen, die Hindernisse erkennen, für mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Zudem sind intelligente Türsysteme eine Schlüsseltechnologie auch für das autonome Fahren, denn Fahrerlose Fahrzeuge werden Türen in Zukunft auch ohne Bediener und Türgriff bedienen können müssen.















Continental vermittelt freie Parkplätze weltweit


41 Stunden verbringen Autofahrer allein in Deutschland pro Jahr mit der Parkplatzsuche – in vielen anderen Ländern rund um den Globus vermutlich noch länger. Gefragt sind also Systeme, die hier für Entlastung sorgen. Continental weitet jetzt seine Parkdaten-Dienste, die über freie Parkplätze abseits der Straße informieren, weltweit bis Ende 2019 aus. Die Daten werden in Lizenzpaketen an Kartenanbieter und Automobilhersteller verkauft. Das ermöglicht, Autofahrer direkt über ihre „On-Board“- und Navigationssysteme zu erreichen. Der Dienst bietet Echtzeit-Belegungsdaten, beispielsweise von Parkhäusern und Tiefgaragen, sowie Informationen zu Tarifen, Öffnungszeiten oder Elektro-Ladestationen. „Durch die Synthese unserer Datenquellen und eine automatisierte Qualitätssicherung erfüllen wir in unseren Kernmärkten in Städten mit mehr als 25.000 Einwohnern mit über 70.000 Parkmöglichkeiten eine fast 100-prozentige Abdeckung“, sagt Jürgen Schweiger, Leiter des Bereiches „Map & Parking“ bei Continental.



Künstliche Intelligenz: Continental kooperiert mit Berliner Start-up


Continental arbeitet mit dem deutschen Start-up Automotive Artificial Intelligence (AAI) zusammen, um virtuelle Fahrerassistenzsysteme und Technologien zum automatisierten Fahren zu entwickeln und abzusichern. Bei der virtuellen Entwicklung und Absicherung von Fahrerassistenzsystemen und Technologien zum automatisierten Fahren zusammen. Virtuelle Entwicklung ist bereits heute wesentlicher Bestandteil aktueller Produktentwicklung. Gemeinsam mit AAI entwickelt Continental nun eine hoch skalierbare und modulare Entwicklungs- und Testumgebung. AAI, 2017 in Berlin geründet, bringt die Fachkenntnisse mit, um virtuelle Umgebungen auf Grundlage von HD-Karten und Künstlicher Intelligenz zu erstellen. Das Start-up stellt die Software zur Verfügung, die die Bewegung von Fahrzeugen in einer virtuellen Welt ermöglicht. Ziel ist es, dem wachsenden Berechnungsumfang im Bereich des automatisierten Fahrens gerecht zu werden. Die im Rahmen dieser Zusammenarbeit entwickelten Simulationstools stellt Continental der gesamten Automobilindustrie zur Verfügung.


(Quelle: Continental)











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